Vinyl-Parkett verlegen

Designbeläge erobern deutsche Haushalte. Dank der Klick-Mechanik sind die strapazierfähigen und pflegeleichten Bodenbeläge so einfach zu verlegen, dass selbst Laien den Bodenbelag verlegen können. Durch die biegsamen Vinyl-Dielen kann Designbelag-Parkett auch auf leicht unebenen Untergründen verlegt werden, ohne vorhergehende Vorbereitungen. Mit nur wenigen Handgriffen und ohne große Vorkenntnisse liegt Vinyl-Parkett auch in anspruchsvollen Räumen.

Das sollten Sie beachten:

Vinyl-Parkett sollte nicht auf textilen Bodenbelägen oder Bodenbelägen mit PE-Schaum verlegt werden. In unbeheizbaren Räumen und Räumen mit starker Sonneneinstrahlung kann es zu Verformungen des Bodenbelags kommen. Auch die Verlegung in Räumen mit starker Feuchtigkeit und im Außenbereich sollte vermieden werden. Vinyl-Parkett kann zwar in Feuchträumen verlegt werden, hält starker Nässe aber nicht stand.
Um das Vinyl-Parkett an die klimatischen Bedingungen des Raumes anzupassen, sollten die geschlossenen Vinyl-Parkett-Pakete mindestens zwei Tage vor der Verlegung in dem Raum gelagert werden, in dem der Bodenbelag verlegt werden soll. Optimal ist eine Raumtemperatur von 18 ° C bis 20 °C.
Wie jedes andere Material arbeitet Vinyl-Parkett auch nach der Verlegung weiter. Daher ist auf eine Dehnungsfuge von mindestens 1 cm zwischen dem Bodenbelag und der Wand sowie Heizungen, Möbeln und Türzargen zu achten. Bei Räumen, die breiter als 8 m sind, erhöht sich die Dehnfuge auf 1,5 cm.
Ist der Untergrund stark uneben, muss der Untergrund mit Spachtelmasse ausgeglichen und vorbereitet werden. Ein halbwegs ebener, trockener und sauberer Untergrund ist für ein gutes Endergebnis unabdingbar. Bei einer Verlegung auf mineralischen Untergründen in feuchten Räumen ist eine Dampfsperre erforderlich. Eine PE-Folie mit einer Stärke von 0,2 mm genügt, um die Feuchtigkeit vom Vinyl-Parkett fernzuhalten.
Vinyl-Parkett eignet sich für die Verlegung auf Warmwasser-Fußbodenheizungen. Dabei sollte die Temperatur nicht 28 °C übersteigen. Eine Verlegung auf elektrischen Fußbodenheizungen wird hingegen nicht empfohlen.

Das benötigen Sie:

Teppichmesser
Abstandhalter
Zollstock
Schlagklotz
Hammer
Scharfe und spitze Schere
Säge
Lochsäge
Fußleisten
Rosetten
Stecheisen
Profilsystem

Verlegung Schritt für Schritt:

  1. Legen Sie das geöffnete Vinyl-Parkett-Paket neben sich und halten Sie das notwendige Werkzeug bereit.
  2. Beginnen Sie mit der Verlegung längs zum Einfall des Lichts an einer geraden Wand, um eine ebenmäßige Optik zu gewährleisten. Entfernen Sie bei der ersten Reihe die Feder an der Langkante der Vinyl-Parkett-Dielen. Diese Kante zeigt zur Wand.
  3. Die folgenden Vinyl-Parkett-Dielen sollten versetzt verlegt werden. Optimal ist  ein Fugenversatz von zirka 30 cm, um eine ansprechende Optik zu erhalten.
  4. Durch den Klick-Mechanismus wird Vinyl-Parkett leimlos verlegt. Die einzelnen Vinyl-Parkett-Dielen werden dabei mit der Feder der Langkante in die Nut durch Auf- und Ab-Bewegen der Diele gebracht. Optimal ist ein Winkel von 20 bis 30 °.
  5. Die Kurzkanten fügen Sie durch das vorsichtige Aneinanderschlagen mit der Schlagleiste ineinander. Halten Sie dabei mit einer Hand die Diele fest, da es beim Zusammenklopfen zu einem Hochdrücken der Diele kommen kann.
  6. Sägen Sie die letzte Dielenreihe in die richtige Breite. Vergessen Sie dabei nicht die Dehnungsfuge. Fügen Sie nun wie gehabt die Dielen ineinander. Die Kurzkante der letzten Diele wird mit einem Zugeisen in die davor liegende Diele gebracht.
  7. Decken Sie nun die Dehnungsfuge mit einer Fußleiste ab. Achten Sie darauf, dass die Leiste nicht zu fest auf dem Fußboden aufliegt. Auch nach der Verlegung arbeitet das Vinyl-Parkett weiter und muss sich bewegen können.

Nach der Verlegung:

Nach der Verlegung entfernen Sie lose aufliegenden Schmutz durch Staubsaugen oder Kehren. Stärkere Verschmutzungen beseitigen Sie durch feuchtes Wischen mit einem Wischmob oder einem imprägnierten Vliestuch und einem entsprechenden Reinigungsmittel für Designbeläge. Entfernen Sie das verbliebene Reinigungsmittel durch Nachwischen mit einem feuchten Tuch.
Zur Schonung des Bodenbelags sollten Möbel und Stühle Filzgleiter erhalten. Die Verwendung von aggressiven Mittel oder Aceton sollte vermieden werden, da diese das Designbelag-Parkett nachhaltig und dauerhaft schädigen kann.

Tipps für die Verlegung:

Für vorhandene Rohranschlüsse werden Löcher in die Vinyl-Parkett-Dielen gebohrt. Der Durchmesser der Löcher sollte ungefähr 2 cm größer sein, als der Durchmesser des Rohres. Das ausgesägte Reststück bewahren Sie auf und setzen es ein, sobald die Vinyl-Parkett-Diele verlegt ist. Die “unschöne” Stelle decken Sie mit einer Rosette ab.
Im Raum vorhandene Türzargen kürzen Sie nach Bedarf. Das Vinyl-Parkett darf nicht an der Türzarge anstoßen.
Sind Übergänge zu anderen Bodenbelägen und Räumen vorhanden, decken Sie diese mit einem Profilsystem ab. So erhalten Sie eine einheitliche Optik des Bodenbelags.
Bei längeren und schmalen Räumen verlegen Sie das Vinyl-Parkett in Längsrichtung.

Linoleum-Parkett verlegen – Verlegeanleitung

Linoleum gibt es als Bodenbelag in verschiedenen Formen. Eine sehr schöne Variante ist das Linoleumparkett, das schwimmend verlegt, aber auch verklebt werden kann. Besonders beliebt ist aber die Klick-Variante, die ähnlich wie bei Laminat, Parkett, Teppichdielen und PVC-Fliesen funktioniert. Linoleum-Parkett mit Klick-System ist mit einer Nut- und Federverbindung ausgestattet, die es selbst Laien ermöglicht, den Bodenbelag ohne professionelle Hilfe zu verlegen, einzelne Dielen auszutauschen oder den gesamten Bodenbelag auszutauschen.

Tipps:

Linoleum-Parkett eignet sich zur Verlegung auf Fußbodenheizungen. Bei Temperaturen über 28 °C kann es allerdings zur Fugenbildung kommen. Die Betriebstemperatur sollte daher nicht über 28 °C liegen. Für die Verlegung über einer elektrischen Fußbodenheizung eignet sich Linoleum-Parkett nicht.
Aufgrund der Beschaffenheit des Bodenbelags kann Linoleum-Parkett auch auf alten Laminat- und Parkettböden verlegt werden. In diesem Fall muss die Verlegung quer zum alten Bodenbelag erfolgen. Eine Verlegung auf textilen Böden wie Teppich oder Teppichboden ist nicht zu empfehlen. Diese Bodenbeläge müssen vor der Verlegung des Linoleum-Parketts vollständig entfernt werden.

Vor der Verlegung:

Linoleum besteht aus Naturstoffen. Es kann zwischen den einzelnen Produktionschargen zu Struktur- und Farbunterschieden kommen. Eine Verwendung unterschiedlicher Produktionschargen ist daher nicht zu empfehlen.
Der Bodenbelag muss vor der Verlegung mindestens einen Tag, besser noch zwei Tage ungeöffnet in dem Raum gelagert werden, in dem das Linoleum-Parkett verlegt werden soll. Optimal ist eine Raumtemperatur von 15 °C bis 20 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 55 % zur Akklimatisierung des Bodenbelags.
Um eine fachgerechte Verlegung zu gewährleisten, muss der Untergrund entsprechend VOB, DIN 18356 “Parkettarbeiten” vorbereitet sein. Der Untergrund muss trocken, sauber, rissfrei, eben und zug- sowie druckfest sein. Eventuell vorhandene Unebenheiten von mehr als 2 mm/m müssen durch Verspachtelung ausgeglichen werden. Liegen Holzböden untendrunter, müssen diese gegebenfalls nachgeschliffen und die Schrauben der Dielen nachgezogen werden.
Ist der Raum, in dem das Linoleum-Parkett verlegt werden soll, feucht oder unterkellert, sollte vor der Verlegung des Bodenbelags eine Dampfsperre verlegt werden. Eine 0,2 mm starke PE-Folie, bei der die Stöße 20 cm überlappend verlegt werden, eignet sich am besten dazu. Für einen Rundumschutz sollte die Folie an der Wand wannenartig hochgezogen und abgeschnitten werden. Danach kann mit der Verlegung des Linoleum-Parketts begonnen werden.
Bei mineralischen Untergründen muss vor der Verlegung des Linoleum-Parketts eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt werden, um Totalschäden an den Fußbodenkonstruktionen vorzubeugen. Dabei gilt: Anhydritestrich maximal 0,5 % CM Restfeuchte, Zementestriche maximal 2,0 % CM Restfeuchte. Bei einer Verlegung über einer Warmwasserfußbodenheizung darf die Restfeuchte bei Zementestrichen nicht höher als 1,8 % CM und bei Anhydritestrichen nicht höher als 0,3 % CM betragen.

Benötigtes Werkzeug:

Zugeisen
Säge
Lineal/Zollstock
Bleistift
Stecheisen
Gummihammer
Bohrmaschine mit Lochsäge (unterschiedlicher Durchmesser)
Parkettprofilsystem
Fußbodenleisten
Rosetten

Verlegung Schritt für Schritt:

  1. Beginnen Sie mit der Verlegung des Bodenbelags links – längs zum Einfall des Lichts – und arbeiten Sie sich nach rechts vor. Beachten Sie, dass Sie eine Dehnfuge von mindestens 10 mm zwischen Linoleum-Parkett und der Wand  sowie Türzargen, Heizungen, Heizungsrohren und eventuell vorhandenen Möbeln einhalten. Allgemein gilt: Ab einer Raumbreite von mehr als 8 m muss die Dehnfuge mindestens 1,5 mm/m betragen.
  2. Entfernen Sie an der Längsseite der Dielen der ersten Verlegereihe mit einer Säge die Feder und verlegen Sie diese Dielen so, dass die Schnittkante zur Wand  zeigt.
  3. Die folgend Dielenreihen sollten Sie versetzt verlegen. Optimal ist eine ⅓-Verlegung oder eine Verlegung des Bodenbelags im Halbverband.
  4. Durch die Klick-Mechanik ist die weitere Verlegung sehr einfach. Drücken Sie die einzelnen Dielen mit der Feder der Längsseite in die Nut der bereits verlegten Linoleum-Diele. Perfekt ist ein Winkel von 20 bis 30 °.
  5. Um die Dielen an der Kurzkante zusammenzufügen, schlagen Sie mit dem Gummihammer vorsichtig an die Kurzkante. Vorsicht: Klopfen Sie zu stark, kann sich der Bodenbelag unschön wölben.
  6. Verlegen Sie so Diele für Diele. Schwierig wird es noch mal in der letzten Dielenreihe. Da jeder Raum unterschiedlich breit ist, müssen die Dielen der letzten Reihe in der Regel entsprechend der verbliebenen Breite zugesägt werden. Vergessen Sie dabei die Dehnungsfuge nicht, die Sie von der Breite der Linoleum-Diele abziehen müssen. Ist die Diele passend gelegt, wird die letzte Reihe genauso, wie die Reihen davor verlegt. Für die Kurzkante der letzten Diele benötigen Sie ein Zugeisen zum Zusammendrücken der Dielen.
  7. Nach dem Verlegen des Linoleum-Parketts können die Fußleisten eingepasst werden. Auch hier ist auf die Einhaltung der Dehnungsfuge zu achten. Das Linoleum-Parkett kann nach dem Verlegen sofort betreten werden. Ein Wartezeit ist nicht nötig.

Nach der Verlegung:

Für leichte Verschmutzungen genügt ein Reinigungsmittel für Linoleum, das in Wasser gelöst wird. Damit reinigen Sie das Linoleum. Am besten eignet sich dafür ein weiches Tuch.
Hartnäckige Verschmutzungen entfernen Sie mit einem unverdünnten Reinigungsmittel. Geben Sie das Reinigungsmittel auf ein weiches Tuch und reiben Sie damit die Flecken vorsichtig aus. Den gelockerten Schmutz entfernen Sie mit einem nebelfeuchten Tuch.
Vermeiden Sie es, Blumenkübel aus Terrakotta, Metall oder Ton auf dem Bodenbelag zu verwenden. Benutzen Sie als Unterlage einen Untersetzer.

Hinweise zum Verlegen:

  1. Löcher, die für die Verlegung um Heinzungsrohren gebohrt oder gestanzt werden müssen, sollten einen zirka 20 mm größeren Durchmesser haben, als das eigentliche Rohr. Verwenden Sie zum Aussägen des Loches eine Bohrmaschine mit Lochsäge, um gleichmäßig zu arbeiten. Nach der Verlegung der Diele, setzen Sie das Reststück wieder ein und decken den Bereich mit Rosetten ab. Eventuell notwendige Ausklinkungen nehmen Sie mit Stecheisen und Säge vor.
  2. Türzargen und andere feste Bauteile müssen bei Bedarf gekürzt werden, damit das Linoleum-Parkett darunter liegen kann, ohne die Bewegungsfreiheit des Bodenbelags einzuschränken. Sobald die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, kann es zu einem unschönen Wölben des Bodenbelags kommen.
  3. Liegen mehrere Bodenbeläge im selben Bereich, müssen die Übergänge zwischen diese Bodenbelägen und dem Linoleum-Parkett mit einem Parkettprofilsystem abgedeckt werden. So vermeiden Sie Stolperfallen und unschöne optische Übergänge.
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